Die Wintersonnenwende 2009/ Gedanken zum Jahr 2010
Das Sonnenwendhoroskop ist bedeutsam für das folgende Jahr.
Die obige Zeichnung zeigt das Sonnenwendhoroskop nach Manier der Hamburger Schule. Ich möchte aber nicht den Schwerpunkt auf die üblichen Vorhersagen legen, sondern viel mehr einige Gedanken
äußern, die sicher neu für die meisten Astrologen und auch Astrologie Freunde und Feinde sind. Bekannt für viele ist wohl noch der Spruch von Paracelsus: „Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur
geneigt.“ Das bedeutet zum Beispiel für das kommende Jahr, in dem der Mars einen starken Einfluss hat, es herrscht die Neigung zu kämpferischen Auseinandersetzungen, Aggressivität, Gereiztheit
und unüberlegten Handlungen vor. Man kann es aber auch leben durch besonderen Mut, Tatkraft und Einsatz für Kreativität, Schöpferkraft und Herzensgüte (Mars in Löwe). Nun werfen viele Gegner der
Astrologie vor, dass alles sei Unsinn, die Sterne bewirken gar nichts, sondern der Mensch projiziert nur seine eigenen Vorstellungen in die Sterne und Planeten hinein. Dieses Argument halte ich
für gar nicht mal so falsch, man sieht es zum einen daran, dass viele Esoteriker oftmals Ihre Wunscherwartungen in schöne Aspekte hineinprojezieren und auf bessere Zeiten hoffen, geistigen
Fortschritt prophezeien, wenn dieser oder jener harmonische Aspekt auftaucht, oder mit Weltuntergang drohen bei diesem oder jenen harten Aspekten. Meist stellt es sich im Nachhinein als falsch
heraus. Es hat auch nichts mit professioneller Astrologie zu tun. Bekannt sind auch die Erfahrungen, der Selbsterfüllung wenn jemand stark genug an etwas denkt oder glaubt, denn der Gedanke ist
eine reale Kraft soweit er einen Zusammenhang mit der Wirklichkeit aufweist. Ein Horoskop ist daher auch ein Bild, was der Kosmos denkt, er zeigt eine Zeitqualität. Diese kosmischen Gedanken sind
aber nicht unabhängig von den Menschen Gedanken. Mit dem was die Menschen denken, schaffen Sie eine Gedankenatmosphäre, die nicht nur die Stimmungen und Emotionen im unmittelbaren Umraum
kreieren, sondern diese Gedankenkräfte strahlen bis in die Planetensphäre hinein und werden von dort wieder auf die Erde zurück gespiegelt. Die meisten Menschen kennen sicher das Phänomen, dass
eine gute oder schlechte, eine friedliche oder aggressive Stimmung in einer Umgebung oder Raum vorherrscht in dem mehrere Menschen versammelt sind. Dies kommt selbst vor, wenn niemand spricht
oder handelt. Es hängt davon ab, welche Gedanken die Anwesenden haben. Haben die Menschen aggressive, mutige, klar erfasste oder neue Gedanken, so projizieren sich diese bildlich gesprochen auf
den Mars, denn sie entsprechen der Wirklichkeit der Mars-Thematik. Von dort werden sie zurück gespiegelt und beeinflussen wiederum die Seelenstimmung der Menschen. Im praktischen bedeutet dies,
wenn diejenigen die der Astrologie eine Wahrheit zugestehen denken: „Der Mars ist stark nächstes Jahr und hat negative Aspekte, es ist mit Krieg, Aggression, Kampf zu rechnen“ und diejenigen, die
davon überhaupt nichts halten, aber vornehmlich die marsischen Untugenden wie Aggression, Wut, Ellbogenmentalität und Unbedachtheit leben, so werden sich mit Sicherheit all die negativen
Vorhersagen die man mit Mars verbindet verwirklichen, den der Mars kann nur dasjenige zurückstrahlen, was ihm durch den Menschen zufließt. Je mehr Menschen aber die dem Mars zugeordneten Tugenden
und entsprechenden Gedanken leben und denken, wie zum Beispiel Mut, Neubeginn, Pioniergeist im Sinne sich von altem lösen und neue Ideen und Ideale entwickeln, so wird auch das Marswesen mehr
diese Eigenschaften zurückstrahlen können und die Stimmung auf der Erde entsprechend anheben. In diesem Sinne ist der Mensch nicht Abhängig von den Sternen, sondern er beherrscht Seine Sterne.
Sterne sprachen einst zu Menschen.
Ihr Verstummen ist Weltenschicksal;
Des Verstummens Wahrnehmung,
kann Leid sein, des Erdenmenschen.
In der stummen Stille aber reift,
was Menschen sprechen zu Sternen;
Ihres Sprechens Wahrnehmung,
kann Kraft werden des
Geistesmenschen.
Rudolf Steiner
Nun einige Eckpunkte der Interpretation auf Basis der Hamburger Schule:Die Verbindung der Sonne, als Symbol für das Jahr, mit Mars; Poseidon, Kronos, Uranus, Saturn, Zeus, Cupido und Venus
bedeuten: Firmenpleiten und Vernichtung von Arbeitsplätzen, Streik, und Kampfhandlungen auf Grund fehlgeleiteter Geisteshaltung (Mars mit Poseidon, könnte in Positiven aber auch neue,
Pioniers-artige, Gründung von Firmen (Mars) durch Geisteshaltung (Poseidon) bedeuten.).
Überraschender Regierungswechsel oder Regierungsumsturz (Kronos mit Uranus und Saturn, Frage wo auf der Welt, oder welche Regierung? Durch die starke Präsenz des Mars im Löwen könnte ein Hinweis
auf Iran gegeben sein. Das Zeichen Löwe hängt mit dem Iran zusammen: Der Iran kämpft um Eigenständigkeit, Selbstdarstellung und Selbsterhalt. Sollte es tatsächlich zu einem Wechsel im Iran
kommen, bleibt zu hoffen, dass es nicht unter Einmischung von USA und CIA geschieht, denn dann würde der Mars nicht adäquat im Sinne von Unabhängigkeit umgesetzt, sondern zu verheerenden
Aggressionen führen.
Pluto-Saturn Quadrat: die Vorstellungen (Pluto) werden mit der Wirklichkeit (Saturn) konfrontiert und zerstört. Pluto in Steinbock: Die Vorstellungen von Gesetzgebung, Regierung, Berufsleben und
Arbeitswelt – Saturn in Waage: die Wirklichkeit des allgemeinen Umgangs miteinander und die Beziehungen. (Saturn Stau, Hemmnis und Widerstände). Aber auch starker starker Sinn für Gerechtigkeit
und Gemeinschaft.
Die Jupiter/Neptun Konjunktion bedeutet: schnell vorübergehender, täuschender, wirtschaftlicher Aufschwung und Illusionen und Täuschungen auf dem Gebiet der freundschaftlichen Beziehungen und
Unternehmungen.
Die Planetenkonstellationen gelten für die ganze Erde. Da das Horoskop für Berlin berechnet ist, gelten die Häuser nur für Deutschland, teilweise für Mitteleuropa.
Da der Mars im 1. Haus steht, gehört Deutschland zu den Staaten, die besondere Neigung haben sich nächstes Jahr aggressiv durchzusetzen, ein Hinweis auf stärkere Beteiligung an weltweiten
Kampfhandlungen.
Die plutonischen Vorstellungen in Deutschland betreffen vornehmlich die Arbeitswelt (6.Haus) und werden von der Wirklichkeit (Saturn) auf dem Gebiet der Finanzen (2. Haus) enttäuscht. Saturn im
2.Haus fordert immer Sparsamkeit aus Anlage oder realer Verhältnisse.
Die Jupiter/Neptun Konjunktion begegnet Deutschland als schöner Schein schnell vorübergehenden
wirtschaftlichen Aufschwungs durch „Freunde“ ( 7. Haus).
Natürlich kann jetzt eingewandt werden, zu solcher Prognose brauchen wir die Sterne nicht, dass kann man auch aus den politischen Weltverhältnissen heraus interpretieren. Das stimmt, aber nichts
desto trotz, wären die Planetenstände auch die gleichen, wenn man sie vor 100 Jahren berechnet hätte, und ich kann versichern, dass ich sie nicht anders Interpretiert hätte, angesichts des
Bewusstseinsstandes der Menschen.
© Gerhard Himmel
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